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Oboe - Rohrbau
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Experimentieren finde ich sehr spannend, und so habe ich schon etliche 

Holzsorten ausprobiert. Mit der Bitte, die Kommentare mit Bedacht zu

lesen und dem Bewusstsein, dass dies meine persönlichen Eindrücke sind,

wünsche ich viel Spaß beim selbst Probieren!

Alliaud

ist ein eher weiches, dichtes Holz, das einen dunklen, warmen Klang erzeugt und Bindungen begünstigt. Für Kammermusik und kleinere Besetzungen oder bei begleitendem Spiel, wie z.B. in einem zur Überakustik neigenden Orchestergraben, zu empfehlen.

Pilgerstorfer

Dieses Holz ist hart und sehr dicht, was sich auch schön im Klang bemerken lässt. Sehr von Vorteil ist es, diese Rohre gut einzuspielen, klingen dann rund und flexibel.

Pisoni

ein sehr weiches Holz mitschönem, dichten Klang. Die Spannung und Kraft solcher Rohre könnte ev. etwas mehr sein.

Rigotti

ist hart, vielleicht etwas starr im Klang, überstrahlt mit Leichtigkeit eine größere Besetzung. Solche Rohre halten lange und bleiben sehr stabil.

Silvacane

ein weiches, samtig und geschlossen klingendes Holz, das ev. an lauten  Stellen mehr an Tragfähigkeit vertragen könnte.

Vic

das härteste Holz, das ich je probiert habe. Erzeugt einen vollen Ton –   ist gut, um den Klang einer schon etwas ausgespielten Oboe zu füllen,  benötigt gute Kraft zum Spielen – ich würde es für alles, nur eher nicht für sehr langgezogene Solostücke empfehlen.

Victoria

ein hartes Holz, mit strahlendem, gut tragendem Klang. Hat grundsätzlich eine sehr gute Spannung – Vorsicht ev. im Sommer, wo es anstrengend zu spielen werden könnte, da die Spannung dann v.a. im hinteren, un-bearbeiteten Schalenbereich teilweise unbeherrschbar vor Kraft und Rundung strotzt.

Last Updated (Thursday, 19 August 2010 07:23)